Das Projekt „Zeitreise im Krönungssaal“ begleite ich schon seit einiger Zeit – umso mehr hat es mich gefreut, nun bei der Übergabe des Förderbescheids in Höhe von 332.770 Euro im Aachener Rathaus dabei zu sein.
Ministerin Ina Scharrenbach überreichte den Bescheid aus den Mitteln der Heimat-Förderung des Landes NRW an Oberbürgermeister Dr. Michael Ziemons, der gleichzeitig Vorsitzender des Aachener Rathausvereins ist.
Möglich wird die Augmented-Reality-Führung durch den Krönungssaal, weil der Aachener Rathausverein gemeinsam mit den Technologiepartnern Zaubar und XReal die Finanzierung gestemmt hat: knapp 2 Millionen Euro aus privatem Sponsoring und öffentlichen Fördermitteln.
Voraussichtlich ab Mitte 2027 sollen zunächst rund 100 bis 120 AR-Brillen im Einsatz sein, perspektivisch könnten es bis zu 200 werden. An sieben Stationen im Saal werden Besucherinnen und Besucher dann historische Szenen erleben können – etwa das Krönungsmahl von 1520. Durch die Jahrhunderte führt Fräulein Rotrud, die älteste Tochter Karls des Großen, wahlweise auf Deutsch, Französisch, Englisch oder Niederländisch.
Für mich zeigt dieses Projekt sehr anschaulich, was Heimat-Förderung leisten kann: Sie macht Geschichte vor Ort neu erlebbar und lässt mithilfe moderner Technik Vergangenheit und Gegenwart zusammenfließen. Heimat lebt von genau dieser Verbindung aus Tradition und Moderne. Wo Geschichte spürbar wird, entsteht Identität – und das ist die Grundlage für Zusammenhalt.
Ich freue mich schon jetzt darauf, Fräulein Rotrud selbst durch den Krönungssaal zu folgen.
Foto: Linda Plesch/Stadt Aachen
